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Zuletzt aktualisiert:
05.10.09 15:58 +0200

Simulationsgrenzen

Realtime vs. Neartime

Die systematischen Grenzen sind durch die Geschwindigkeit gesetzt, mit der Lingo, die Macromedia Director Skriptsprache, Befehle im kompilierten Director Film ausführt. Die Rechenzeit ist ein kritischer Faktor und erzwingt bestimmte Einschränkungen, die in einem echten Oszilloskop so nicht gegeben sind:

Triggerfunktionen werden nur Neartime ausgeführt, die Lissajous-Figuren brauchen auch einen Moment, wenn die Horizontal- höher als die Vertikalfrequenz ist (hier wird jeweils nur das erste "typische" Bild gezeichnet, weil ansonsten, um den geschlossenen Kurvenzug zu erhalten, das Bild mit jedem neuen Sample rotiert werden müßte).




Die Echtzeit-Triggerung ist ebenfalls unmöglich. Das Triggerlevel des Autotriggers kann zwar mit dem Schalter "At/Norm." auf manuell gestellt werden und mit dem Pegelregler justiert werden, aber die Schalter "Trig.", "TV Sep." und "Ext." haben keine Funktion. Beide Eingänge werden gleichzeitig getriggert.

Bei eingeschalteter 10fach Vergrößerung (X-Mag.) und langen Time/Div. Zeiten wird die Sample-Zahl aus Rechenzeitgründen bewußt so stark reduziert, daß der Kurvenzug grob wird. Bei langen Time/Div. Zeiten wird auch die Strahlbewegung nur möglichst realitätsnah simuliert, eine Echtzeit-Wiedergabe aber wäre unmöglich.

Rechner Uptime muß kleiner als 25 Tage sein

Bei Tests auf einem Server, der ständig in Betrieb ist, wurde beobachtet, daß Maskenpositionen langer "Time/Div." Einstellungen des Oszilloskops nicht korrekt verarbeitet werden. Das Timing der Maskenbewegung ist an die Uptime des Rechners, auf dem die Simulation ausgeführt wird, gekoppelt, denn es wird ein Referenz-Zeitpunkt benötigt, um die Zeitmessungen durchzuführen. Leider funktioniert die Simulation auf Rechnern, die vor Simulationsstart ununterbrochen ca. 25 Tage lang in Betrieb waren, nicht. Das liegt daran, daß die Director Software die Zeit ab Rechnerstart in ms mißt und als Referenzwert verwendet. Die größte von Director zählbare Zahl ist aber ca. 2,1 Milliarden. 25 Tage entsprechen ca. 2,1 Milliarden ms. Sind seit Rechnerstart bis zum Start der Simulation im Webbrowser, der auf jenem Rechner läuft, mehr als 25 Tage vergangen, kann das Timing der Maskenbewegung nicht mehr korrekt berechnet werden, da Director keine Zahlen der benötigten Größe zuläßt. Die Masken bewegen sich nicht mehr. Dieses Verhalten wurde durch geeignete Tests bestätigt, die Begründung ist gesichert richtig, es ist jedoch noch unklar, ob der Fehler umgangen werden kann und wenn ja, mit welchem Mittel.

 



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